High-Tech ProtheseHigh-Tech Prothese
High-Tech Prothese
Aus Wien kommt eine sensationelle Neuentwicklung im Bereich der Medizintechnik: Otto Bock Healthcare Products GmbH hat eine gedankengesteuerte Arm-Prothese entwickelt und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt basiert auf einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit dem AKH Wien und der Medizinischen Universität.
Dieneuartige Arm-Prothese bedeutet einen enormen Fortschritt gegenüber derkonventionellen Prothesen Versorgung. Die intelligente Prothese kann gezielt über jene Nerven angesteuert werden, die auch ursprünglichfür die Bewegung des Armes zuständig waren. Damit gibt sie ihrem Träger sieben Freiheitsgrade, d. h. sieben aktive Gelenke, und viel mehr Aktionsmöglichkeiten.
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Dem Anwender stehen also mehr aktive Gelenke zur Verfügung, diese können außerdem gleichzeitig angesteuert werden. Es ist kein Umdenken mehr notwendig, wie das bei konventionellen Prothesen bisher der Fall war. Der Patient führt die Bewegungen intuitiv aus, dieProthese kann diese gedanklichen Befehle direkt umsetzen.Der Anwender agiert dabei mit seinem so genannten Phantomarm, den er intuitiv ansteuern kann.
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Voraussetzung für diese Versorgung ist eine komplexe Operation, bei der eine Verlagerung der Nerven erfolgt. Durch diesen so genannten selektiven Nerventransfer können die Signale, die auch ursprünglich für die Steuerung des Arms verantwortlich waren, für die Steuerung der Prothese genutzt werden. Im Prothesen-Schaft sind Elektroden eingearbeitet, die diese Steuersignale aufnehmen. Ein komplexes elektronisches Analyseverfahren im Inneren der Prothese setzt die empfangenen Signale um und erkennt die gewünschte Bewegung.
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Bei konventionellen Prothesen ist dies nicht möglich. Sie erlauben drei Freiheitsgrade: Hand öffnen/ schließen, Hand innen/außen drehen, Ellbogens beugen/ strecken. Außerdem müssen die Bewegungen in einem Kräfte zehrenden Prozess bewusst ausgeführt und über Umwege angesteuert werden – ohne damit flüssige oder präzise Bewegungen zu erreichen.
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AKH und Medizinische Universität Wien: Die Partner des Prothesen-Projekts
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Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit dem AKH und der Medizinischen Universität. Der Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie, Prof. Dr. Manfred Frey, hat gemeinsam mit seinem Team die medizinischen Vorraussetzungen für die Steuerung der Prothese geschaffen. Im Zuge des so genannten selektiven Nerventransfers wurden die verbliebenen Nerven aus dem Armstumpf in die Brust verlegt. Weltweit gibt es nur drei Chirurgen, die diese komplexe Operation durchführen können.



